– ADAC erwartet deutlich weniger Verkehr zum Ferienende in neun Bundesländern.
– Auf bestimmten Autobahnen und in Alpenregionen sind weiterhin Staus möglich.
– Grenzübergänge können durch Rückreiseverkehr und Kontrollen beeinträchtigt sein.
ADAC erwartet ruhigeres Wochenende auf den Autobahnen
Auf den deutschen Autobahnen dürfte es am Wochenende vom 10. bis 12. April deutlich entspannter zugehen als noch zum Start der Osterferien. Nach Einschätzung des ADAC geht das Verkehrsaufkommen spürbar zurück, weil in neun Bundesländern die Ferien enden und sich viele Rückreisen bereits auf die Tage vor dem letzten Ferienwochenende verteilen.
Der Automobilclub rechnet deshalb nicht mit flächendeckenden Behinderungen. In der aktuellen Stauprognose heißt es: „Lange Staus auf deutschen Autobahnen werden daher voraussichtlich ausbleiben. Auf einzelnen Rückreiserouten sind jedoch weiterhin zeitweise Verzögerungen möglich.“
Lesenswert ist außerdem ADAC Stauprognose 9.-11. Januar 2026: Wenig Reiseverkehr, aber Berufsverkehr und Wintersportler sorgen für Verzögerungen.
Ferienende entlastet viele Strecken
Das Ferienende betrifft Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Damit fällt ein wesentlicher Treiber des Reiseverkehrs weg. Auch der Berufsverkehr unter der Woche dürfte laut ADAC etwas ruhiger ausfallen als sonst.
Noch nicht überall ist die Ferienzeit beendet: Im Saarland und in Thüringen dauern die Osterferien eine weitere Woche an. Entsprechend bleibt auf einzelnen Verbindungen weiterhin mit Rückreiseverkehr zu rechnen.
Diese Autobahnen bleiben anfällig für Verzögerungen
Trotz der insgesamt günstigeren Lage sieht der ADAC weiterhin Bereiche mit erhöhtem Staurisiko. Das gilt vor allem für Ballungsräume und stark frequentierte Fernverbindungen. Besonders betroffen sein können die Räume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München.
Als sensible Achsen nennt die Prognose unter anderem die A1, A3, A4, A5, A6, A7, A8, A9 und A44. Hinzu kommen Routen in Richtung Alpenraum, darunter A93, A95/B2, A96 und A99. Auch die Ringe um Berlin, Köln, Stuttgart und München bleiben aus Sicht des ADAC anfällig für Engpässe.
Baustellen und Sperrungen bleiben ein Risikofaktor
Zusätzliche Verzögerungen drohen dort, wo Baustellen oder besondere Störungen den Verkehrsfluss bremsen. Ein konkreter Belastungsfaktor ist in diesem Frühjahr die Sperrung der A81 am Engelbergtunnel bei Stuttgart nach Brandschäden. Nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes kann dies Umleitungen und Verzögerungen auf ohnehin stark beanspruchten Strecken verstärken.
Damit unterstreicht die Prognose, dass ein geringerer Ferienverkehr nicht automatisch freie Fahrt bedeutet. Gerade an bekannten Engstellen reichen einzelne Belastungsspitzen aus, um den Verkehr ins Stocken zu bringen.
Rückreiseverkehr auch aus dem Ausland relevant
Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückfährt, muss laut ADAC weiter mit höherem Verkehrsaufkommen rechnen. Auf vielen wichtigen Reiserouten in den Alpenländern sind weiterhin Osterurlauber unterwegs.
In Österreich betrifft das vor allem die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn. Auch die Fernpass-Route, der Raum Arlberg und wichtige Bundesstraßen im Alpenraum können zeitweise stark belastet sein. In der Schweiz gelten die Gotthard- und die San-Bernardino-Route als staugefährdet. Hinzu kommen mögliche Engpässe auf den Verbindungen zwischen Bern, Zürich, Basel und Chur.
Auch in Italien bleibt die Lage auf klassischen Reiserouten angespannt. Als Hauptbelastungspunkt nennt der ADAC die Brennerroute. Zudem können die Strecken zwischen Mailand und Bologna, Bologna und Florenz sowie Verona und Venedig zeitweise stark frequentiert sein.
Verzögerungen auch an Grenzen möglich
Nicht nur südlich von Deutschland ist mit mehr Verkehr zu rechnen. In den Niederlanden sorgt der Ausflugsverkehr rund um den Keukenhof für zusätzliche Belastung im Raum Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Auf den Hauptverbindungen aus Polen und Tschechien erwartet der ADAC ebenfalls verstärkten Rückreiseverkehr.
Gerade an Grenzübergängen sind Wartezeiten möglich. Das gilt auch für die Einreise nach Deutschland, wo Grenzkontrollen zu zusätzlichen Verzögerungen führen können.
Weniger Reiseverkehr, aber keine Entwarnung auf allen Strecken
Aus Sicht des ADAC ist das Wochenende insgesamt mit einer deutlich entspannteren Verkehrslage verbunden als der Ferienauftakt Ende März. Die bekannten Schwachstellen im Netz bleiben jedoch bestehen. Besonders auf großen Fernrouten, an Knotenpunkten in Metropolregionen sowie an Baustellen und Sperrungen sind weiterhin Verzögerungen möglich.
Die Prognose fällt damit insgesamt positiv aus, ohne einzelne Problemstrecken auszublenden: Lange Staus dürften weitgehend ausbleiben, auf stark belasteten Abschnitten und internationalen Rückreiserouten ist jedoch weiter mit zeitweisen Behinderungen zu rechnen.
Diese Meldung basiert auf einer Pressemitteilung des ADAC e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Auf deutschen Autobahnen gab es 2025 insgesamt 866.000 Kilometer Stau – 7.000 Kilometer mehr als 2024, hauptsächlich verursacht durch Baustellen und hohes Verkehrsaufkommen (Stand: 05.02.2026).“ – Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/stau-ostern-autobahn-2026-prognose-adac-100.html
- „Besonders staugefährdet sind die Nord-Süd- und Ost-West-Achsen wie A3, A5, A7, A8, A9 und A24 sowie Zubringer zu Alpen und Küste; eine zusätzliche Belastung ist die Sperrung der A81 durch Brandschäden im Engelbergtunnel bei Stuttgart.“ – Quelle: https://www.autobahn.de/presse/mitteilung/osterferien-2026-erhoehtes-verkehrsaufkommen-auf-deutschen-autobahnen-erwartet
Update: Warum das Thema wichtig bleibt
Das Ferienende senkt das Verkehrsaufkommen spürbar. Gleichzeitig zeigt die Prognose: Eine ruhigere Gesamtlage heißt nicht automatisch freie Fahrt. Besonders in Ballungsräumen, auf stark frequentierten Fernverbindungen sowie rund um Baustellen und Sperrungen kann es weiter zu zeitweisen Verzögerungen kommen.
Für Reisende bedeutet das vor allem Planungsspielraum. Wer unterwegs ist, sollte die erwarteten Engpässe auf bestimmten Achsen, in Ringbereichen (u. a. Berlin, Köln, Stuttgart, München) und bei Alpen- sowie Grenzrouten im Blick behalten. Auch für Verkehrsorganisationen und Betreiber bleibt relevant, dass einzelne Störungen wie die Sperrung der A81 durch Brandschäden zusätzliche Umleitungen verstärken können.
Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten
Warum wird es am Wochenende insgesamt entspannter?
Weil die Osterferien in neun Bundesländern enden und sich Rückreisen laut ADAC teils auf die Tage vor dem letzten Ferienwochenende verteilen.
Wo kann es trotz Ferienende weiter zu Staus kommen?
Vor allem in Ballungsräumen und auf ausgewählten Fernverbindungen sowie in Richtung Alpenraum. Zusätzlich erhöhen Baustellen und Sperrungen das Risiko.
Gilt die Stauprognose auch für Rückreisen aus dem Ausland?
Ja. Der ADAC erwartet auf wichtigen Alpenrouten und bei Grenzen weiterhin mehr Verkehr und damit zeitweise Verzögerungen.
Was ist der wichtigste praktische Umgang mit der Situation?
Plane Puffer ein, besonders auf bekannten sensiblen Achsen, bei Umleitungen und an Grenzübergängen. Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.