ADAC Spritpreise November 2025: Diesel um 5,3 Cent teurer – aktuelle Zahlen, Prognosen und Spartipps

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Die Spritpreise sind im November im Vergleich zum Vormonat gestiegen, besonders deutlich beim Diesel mit einem Plus von 5,3 Cent je Liter. Der ADAC sieht für diesen Anstieg keine hinreichenden Gründe, da der Rohölpreis stabil blieb. Das Jahr 2025 wird dennoch das viertteuerste Jahr aller Zeiten für Kraftstoffe sein.

Inhaltsverzeichnis

– Dieselpreise stiegen im November 2025 um 5,3 Cent gegenüber Oktober.
– Benzin (Super E10) verteuerte sich im selben Zeitraum um 1,4 Cent pro Liter.
– Die Kraftstoffpreise liegen 2025 insgesamt niedriger als im Vorjahr.

Spritpreise im November: Diesel verteuert sich deutlich

Die ADAC-Auswertung für November 2025 zeigt eine deutliche Verteuerung an der Zapfsäule, insbesondere für Diesel. Tanken hat sich im November im Vergleich zum Oktober teils spürbar verteuert. Während der Benzinpreis um 1,4 Cent je Liter stieg, kletterte der Dieselpreis um 5,3 Cent je Liter (Stand: Vergleich November vs. Oktober 2025, ADAC PM, 01.12.2025).

Konkret lag der Mittelpreis für Super E10 im November bei 1,686 Euro (Oktober: 1,672 Euro). Für Diesel mussten Autofahrer im Schnitt 1,642 Euro zahlen, nach 1,589 Euro im Vormonat (Stand: November bzw. Oktober 2025, ADAC PM, 01.12.2025). Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostete im November etwas weniger als 64 US-Dollar (Stand: November 2025). Der Euro notierte bei 1,15 US-Dollar (Stand: November 2025).

Die Preisschwankungen innerhalb des Monats fielen unterschiedlich aus. Der günstigste Tag für Benzin war der 29. November 2025 mit einem Tagesmittel von 1,673 Euro. Am teuersten war Super E10 am 16. November 2025 für 1,701 Euro. Bei Diesel reichte die Spanne von 1,613 Euro am 4. November 2025 bis zu 1,677 Euro am 21. November 2025*.

Trotz der aktuellen Preiserhöhungen verläuft das Gesamtjahr 2025 bislang günstiger als 2024. Nach elf Monaten liegt der Jahresdurchschnitt für Super E10 bei 1,691 Euro – das sind 4,8 Cent unter dem Vorjahresmittel von 1,739 Euro*. Bei Diesel beträgt das aktuelle Minus 3,7 Cent bei einem Mittelpreis von 1,612 Euro (Vorjahr: 1,649 Euro)*. Dennoch bleibt das Niveau hoch: Das aktuelle Jahr wird das viertteuerste Jahr aller Zeiten sein.

Um trotzdem Geld zu sparen, rät der ADAC konkret: Autofahrer sollten nach Empfehlung des ADAC abends zur Tankstelle fahren, weil dann die Spritpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger sind als morgens. Eine praktische Hilfe ist die App „ADAC Drive“, die Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland anzeigt.

Die folgenden Kapitel ordnen diese Entwicklungen in den größeren Kontext des Kraftstoffmarktes ein und beleuchten die Hintergründe der Preisbildung.

Was den Preis an der Zapfsäule wirklich bestimmt

Wer an der Tankstelle den aktuellen Literpreis betrachtet, sieht nur das Endergebnis eines komplexen Zusammenspiels. Ein wesentlicher und oft unterschätzter Faktor sind dabei die staatlichen Steuern und Abgaben. Sie bilden einen festen Grundbestandteil des Preises und beeinflussen maßgeblich, wie stark Schwankungen an den Rohölmärkten beim Endverbraucher ankommen. Um die Preisbildung zu verstehen, lohnt ein Blick auf diese festen Anteile.

Steueranteil am Literpreis

Die Abgabenlast auf Kraftstoffe ist in Deutschland beträchtlich. Sie setzt sich aus der Energiesteuer, früher Mineralölsteuer, und der Mehrwertsteuer zusammen. Diese festen Sätze sorgen dafür, dass ein signifikanter Teil jedes getankten Liters direkt an den Staat fließt.

  • Ende November 2025 belief sich der Steueranteil für einen Liter Super E10 auf etwa 65,45 Cent. Bei Diesel fiel dieser Anteil mit rund 47,04 Cent je Liter deutlich niedriger aus.

Diese Differenz in der steuerlichen Belastung ist ein zentraler Grund für den historisch oft günstigeren Dieselpreis an der Zapfsäule. Wenn die Rohölpreise steigen oder fallen, wirkt sich diese Veränderung nur auf den verbleibenden, kleineren Teil des Verkaufspreises aus. Ein steigender Ölpreis wird so durch den hohen Fixkostenanteil gedämpft, während fallende Einkaufskosten für die Mineralölkonzerne nicht im gleichen Maße an die Kunden weitergegeben werden müssen, um die Margen zu halten.

Wie groß ist die Lücke zwischen E10 und Diesel?

Die unterschiedliche Besteuerung prägt weiterhin die Preisspanne zwischen den Kraftstoffsorten. Auch wenn sich die Rohstoff- und Marktbedingungen ändern, bleibt diese steuerlich bedingte Grunddifferenz bestehen. Mitte November 2025 zeigte sich dies deutlich: Die Preisdifferenz zwischen Super E10 und Diesel lag bei 2,8 Cent* je Liter.

Für Verbraucher bedeutet diese Lücke, dass die Wahl des Kraftstoffs – und damit des Fahrzeugs – nach wie vor finanzielle Auswirkungen hat. Die Differenz von einigen Cent pro Liter summiert sich über die Jahresfahrleistung und kann so einen spürbaren Posten in der Haushaltskasse darstellen. Die aktuelle Preisentwicklung zeigt, dass Diesel trotz des kräftigen Anstiegs im November 2025 im Monatsmittel seine preisliche Attraktivität gegenüber Benzin behielt.

Rohöl, Prognosen und politische Stellschrauben

Der Preis an der Zapfsäule entsteht in einem komplexen Geflecht aus globalen Rohstoffmärkten, nationaler Steuerpolitik und unternehmerischen Kalkulationen. Ein Blick auf die zugrundeliegenden Faktoren hilft, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und mögliche Tendenzen für die kommenden Monate zu erkennen.

Im November 2025 bewegte sich der Preis für ein Barrel der europäischen Rohölsorte Brent zwischen 62 und 65 US-Dollar (Stand: November 2025)*. Ein moderates Niveau, das jedoch nicht automatisch zu niedrigeren Kraftstoffpreisen führt. Zwischen dem Rohöl an den internationalen Börsen und dem Endprodukt an der Tankstelle liegen mehrere Stufen: Raffineriekosten, Vertrieb, Margen der Mineralölkonzerne und ein erheblicher staatlicher Anteil aus Steuern und Abgaben. Diese Faktoren können Preissenkungen am Weltmarkt verzögern oder sogar überkompensieren.

Brent-Preis und Marktstimmung

Die Erwartungen für das kommende Jahr deuten auf eine Entspannung am Rohölmarkt hin. Marktbeobachter rechnen für 2026 mit tendenziell sinkenden Rohölpreisen (Stand: 27. November 2025)*. Eine solche Entwicklung könnte grundsätzlich dämpfend auf die Kraftstoffpreise wirken, stellt aber keine Garantie dar. Die Erfahrung aus dem November 2025 zeigt, dass selbst bei stabilen oder leicht fallenden Rohölnotierungen die Preise für Diesel und Benzin steigen können, wenn andere Komponenten im Preisgefüge zulegen.

CO₂-Abgabe und Preisprognosen

Ein wesentlicher und planbarer Preistreiber steht zum Jahreswechsel an: die Erhöhung der nationalen CO₂-Abgabe. Sie wird ab dem 1. Januar 2026 wirksam und kann sich in ihrer preisbildenden Wirkung bereits in den letzten Dezembertagen 2025 an den Tankstellen bemerkbar machen (Stand: 1. Dezember 2025)*. Diese politisch gesetzte Stellschraube addiert einen festen Betrag pro Liter auf die Kraftstoffkosten und ist unabhängig von der Entwicklung des Ölpreises.

Vor diesem Hintergrund wurden Ende November 2025 konkrete Prognosen für die unmittelbare Zukunft abgegeben. Demnach wurde für den 27. November 2025 ein Preis von etwa 1,73 Euro pro Liter für Super E10 und rund 1,70 Euro für Diesel erwartet (Stand: 27. November 2025)*. Diese Schätzungen berücksichtigen bereits die damals aktuelle Marktlage und die bevorstehende regulatorische Veränderung.

Zur schnellen Orientierung sind die zentralen Werte und Termine in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Datum Kennzahl / Produkt Wert Einheit Quelle (Stand)
November 2025 Rohölpreis (Brent) 62 – 65 US-Dollar/Barrel Onvista (Nov. 2025)*
27. November 2025 Prognose Super E10 ca. 1,73 Euro/Liter Ratsblatt (27.11.2025)*
27. November 2025 Prognose Diesel ca. 1,70 Euro/Liter Ratsblatt (27.11.2025)*
1. Januar 2026 Inkrafttreten Erhöhung der CO₂-Abgabe Onvista (01.12.2025)*

Spritpreise 2026: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Die Preisschwankungen an der Tankstelle wirken sich direkt auf das Haushaltsbudget aus. Für viele Autofahrer stellt sich die Frage, wie sie mit der Situation umgehen und worauf sie sich in den kommenden Monaten einstellen müssen. Kurzfristig lässt sich durch kluges Verhalten durchaus etwas sparen. Ein erster Schritt ist die Nutzung von Preisvergleichs-Apps, die Echtzeitdaten von Tausenden Tankstellen liefern und so die gezielte Suche nach günstigen Angeboten ermöglichen. Zudem lohnt es sich, Fahrten zu bündeln und den eigenen Fahrstil zu überdenken – vorausschauendes Fahren senkt den Verbrauch spürbar.

Für den mittelfristigen Ausblick ins Jahr 2026 zeichnen sich gemischte Signale ab. Einerseits deuten Prognosen auf einen leichten Rückgang der Kraftstoffpreise hin, getrieben von der Erwartung sinkender Rohölpreise.* Andererseits steht eine politische Weichenstellung bevor: Die CO₂-Abgabe wird zum 1. Januar 2026 erhöht. Diese zusätzliche Belastung für Mineralölkonzerne könnte einen Teil des durch günstigeres Rohöl möglichen Preisvorteils wieder auffressen. Experten rechnen daher nicht mit einem drastischen Preissturz, sondern mit einem komplexen Zusammenspiel aus fallenden Rohstoffkosten und steigenden Abgaben.

Verbraucher sollten diese Entwicklungen im Blick behalten. Die Preise bleiben volatil, und einfache Faustregeln gelten oft nur kurz. Statt auf einen bestimmten Tag zu warten, zahlt sich eine flexible, informierte Herangehensweise aus.

  • Regelmäßige Nutzung einer Preisvergleichs-App für Kraftstoffe.
  • Fahrten planen und zusammenlegen, um unnötige Kilometer zu vermeiden.

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des ADAC e.V.

Weiterführende Quellen:

13 Antworten

  1. Die Vorhersagen für 2026 klingen zwar optimistisch aber ich glaube nicht an sinkende Preise wenn gleichzeitig die CO₂-Abgabe erhöht wird… Was denkt ihr darüber?

  2. Ich finde es toll das der ADAC Tipps gibt wie man beim Tanken sparen kann! Die App klingt super praktisch! Nutzt sie jemand von euch schon? Ich werde sie ausprobieren.

    1. Ich nutze die App schon seit einem Jahr und kann sie nur empfehlen! Es hilft echt beim Sparen und man sieht sofort wo es günstig ist!

    2. Klingt spannend! Ich habe von der App gehört aber noch nie ausprobiert… Was genau macht sie denn besser als andere?

  3. Echt schade, dass Dieselpreise so steigen während Benzin nur ein wenig teurer wird. Warum ist Diesel trotzdem noch günstiger im Schnitt? Das macht keinen Sinn.

    1. Ja genau! Die steuerlichen Unterschiede sind echt verwirrend für viele Autofahrer. Vielleicht sollte man hier mal eine Erklärseite erstellen.

  4. Die Informationen über die Preisschwankungen sind wirklich interessant! Aber warum müssen die Steuern so hoch sein? Es wäre gut zu wissen, wie viel von dem Preis tatsächlich an den Staat geht.

    1. Ich denke auch, dass viele Leute sich nicht bewusst sind, wie viel sie mit Steuern zahlen. Vielleicht sollte man mal eine Kampagne starten, um die Menschen darüber aufzuklären.

    2. Das stimmt! Es wäre gut zu wissen, wie sich die Steueranteile genau zusammensetzen und ob es da vielleicht Möglichkeiten zur Senkung gibt.

  5. Ich finde die Entwicklung der Spritpreise echt schockierend. Wie kann es sein, dass Diesel so stark steigt? Die Erhöhung um 5,3 Cent ist echt heftig. Was denkt ihr, wird es bald wieder günstiger?

    1. Ich verstehe nicht, warum die Preise ständig schwanken. Ist das nur wegen den Rohölpreisen? Und was ist mit der CO₂-Abgabe, wird das die Preise noch mehr erhöhen?

    2. Es ist wirklich frustrierend zu sehen, dass wir trotz niedrigerer Rohölpreise höhere Spritkosten haben. Vielleicht sollten wir mehr auf alternative Kraftstoffe setzen.

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