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ADAC Tipps 2025: Räderwechsel zu Hause sicher durchführen – Werkzeuge, Reifendruckkontrollsystem und Expertenhinweise

Angesichts stark gestiegener Werkstattkosten empfiehlt der ADAC vielen Autofahrern, den saisonalen Räderwechsel selbst vorzunehmen – vorausgesetzt, sie nutzen hochwertiges Werkzeug wie Wagenheber, Unterstellböcke und Drehmomentschlüssel. Dabei sind eine Sichtkontrolle von Reifen und Felgen, das exakte Anziehen der Radmuttern nach Herstellervorgabe sowie das Einstellen und gegebenenfalls Kalibrieren oder Neuanlernen moderner Reifendruckkontrollsysteme unerlässlich. Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern sollten alle Radschrauben noch einmal auf das vorgeschriebene Drehmoment überprüft werden, um Fahrkomfort und Sicherheit zu gewährleisten.

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– Räderwechsel nur mit ausreichend technischer Erfahrung und hochwertigem Werkzeug durchführen.
– Nach Montage Reifen auf Beschädigungen prüfen, Laufrichtung beachten, Drehmoment und Luftdruck korrekt einstellen.
– TPMS nach Räderwechsel kalibrieren, nach 50 km Radmuttern erneut mit vorgeschriebenem Drehmoment nachziehen.

Rund um den Räderwechsel: Was der ADAC rät

Zweimal im Jahr steht der Wechsel der Fahrzeugräder bei vielen Autofahrern an. Der ADAC weist darauf hin, dass die Kosten für den Räderwechsel in der Werkstatt in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind – schnell summieren sie sich auf über 100 Euro. Deshalb erledigen immer mehr Autofahrer diese Arbeit selbst zu Hause. Damit das gelingt, nennt der ADAC die wichtigsten Punkte, die bei der eigenständigen Arbeit zu beachten sind.

Um den Räderwechsel sicher durchzuführen, empfiehlt der ADAC:
„Grundsätzlich sollte für die Arbeiten bestimmtes Werkzeug vorhanden sein: Der ADAC rät zu einem hochwertigen Wagenheber mit ausreichend Traglast. Die Wagenheber, die oft dem Ersatzrad im Kofferraum beiliegen, sind nur für Notfälle gedacht und sollten nicht für den saisonalen Räderwechsel benutzt werden. Zum Standard-Werkzeug gehören auch ein Unterstellbock, Radkreuz und Drehmomentschlüssel sowie eine Drahtbürste zum Reinigen der Radaufnahme.“

Vor jedem Montieren sollte man die Reifen genau anschauen: Beschädigungen, Verformungen oder ungleichmäßige Abnutzung fallen so auf. Darüber hinaus gilt es, bei der Montage auf die richtige Laufrichtung der Reifen zu achten. Sind alle Radschrauben oder Radmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen, folgt die Kontrolle und Einstellung des Luftdrucks nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers.

Wichtige Werkzeuge und Sicherheitsvorkehrungen

Das richtige Werkzeug bildet die Grundlage für einen fehlerfreien Räderwechsel. Neben dem Wagenheber empfiehlt der ADAC einen Unterstellbock für mehr Stabilität und Sicherheit beim Arbeiten am Fahrzeug. Ein Radkreuz hilft beim Lösen und Festziehen der Radschrauben, während ein Drehmomentschlüssel das exakte Anziehen der Muttern ermöglicht. Auch eine Drahtbürste sollte bereitstehen, um die Radaufnahme vor dem Montieren gründlich zu reinigen.

Nach dem Wechsel sollten Autofahrer aufmerksam beobachten, ob das Fahrzeug ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen zeigt. Das kann beispielsweise darauf hindeuten, dass Reifen nachgewuchtet werden müssen. Besonders wenn die Vorderachse betroffen ist, äußert sich das durch Vibrieren im Lenkrad. Nach den ersten 50 Kilometern empfiehlt der ADAC, die Radschrauben erneut mit dem korrekten Drehmoment zu prüfen.

Tipps zu Reifendruckkontrollsystemen

Heutige Fahrzeuge verfügen nahezu alle über Reifendruckkontrollsysteme, die äußere Anzeichen von Luftdruckverlust direkt anzeigen. Der ADAC unterscheidet zwei Varianten:
„Es gibt zwei Varianten, die einfach zu unterscheiden sind: Bei dem passiven System wird der Reifendruck durch die Raddrehzahlsensoren überwacht. Im Bordcomputer wird lediglich eine Warnung angezeigt, sobald ein Reifen einen Druckverlust aufweist. Dieses System muss nach der Einstellung des Fülldrucks neu angelernt werden – dies geschieht meist über eine separate Taste oder über das Bordmenü.“

Das aktive Luftdruckmesssystem verwendet Sensoren in der Felge:
„Das aktive Luftdruckmesssystem hingegen arbeitet über einen Sensor, der in der Felge verbaut ist. Dieses System benötigt teilweise nach dem Räderwechsel eine neue Kalibrierung, die mit einem speziellen Gerät durchgeführt werden muss. Dieses gibt es meist für wenige Euro im Ersatzteilhandel oder im Internet und kann in der Regel auch von Laien bedient werden. Überprüfen lässt sich die richtige Kalibrierung im Bordmenü, dort ist bei aktiv messenden Systemen für jeden Reifen ein Luftdruckwert angegeben.“

Zuletzt rät der ADAC, dass der Räderwechsel nur von Personen übernommen werden sollte,
„die sich die Arbeit technisch auch zutrauen. Im Zweifelsfall – und um hohe Werkstattkosten zu vermeiden – lohnt es sich, mehrere Angebote von kleinen, regionalen Werkstätten einzuholen. Oftmals sind hier die Preise etwas niedriger als in der Fachwerkstatt des Herstellers.“

Weitere ausführliche Hinweise zum Räderwechsel enthält die ADAC-Webseite.
[https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/sicherheit/reifen-wechseln/]

Glossar: Wichtige Begriffe rund um den Räderwechsel und Technik

Der Räderwechsel bringt verschiedene Fachbegriffe mit sich, die vor allem für Einsteiger schnell verwirrend wirken können. Dieses Glossar liefert kurze Erklärungen zu zentralen Begriffen, damit die wichtigsten Zusammenhänge klar bleiben.

Wagenheber
Ein Werkzeug, um das Fahrzeug anzuheben und Platz für den Reifenwechsel zu schaffen. Dabei gibt es Unterschiede: Hochwertige Wagenheber tragen das Fahrzeug sicher während des Wechsels. Im Gegensatz dazu sind die kleinen Wagenheber, die oft im Kofferraum liegen, nur für Notfälle gedacht und eignen sich nicht für den saisonalen Räderwechsel.

Unterstellbock
Ein stabiles Stützgestell, das unter das Fahrzeug gestellt wird, um dieses sicher anzuheben und während des Radwechsels abzustützen. Es bietet mehr Sicherheit als sich nur auf den Wagenheber zu verlassen.

Radkreuz
Ein Werkzeug in Kreuzform, mit dem sich Radmuttern oder Radschrauben lösen und wieder anziehen lassen. Dieses Werkzeug ist auf die typische Form von Radmuttern angepasst.

Drehmomentschlüssel
Ein Spezialwerkzeug, das Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzieht. Das stellt sicher, dass die Schrauben weder zu locker noch zu fest sitzen, was die Sicherheit verbessert.

Radaufnahme
Die Stelle am Fahrzeug, an der das Rad montiert wird. Vor dem Montieren empfiehlt sich eine Reinigung – dazu eignet sich eine Drahtbürste, um Schmutz und Rost zu entfernen.

Reifendruck
Der Luftdruck in den Reifen, der nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers eingestellt werden muss. Ein falscher Druck beeinflusst Fahrverhalten und Sicherheit.

Reifendruckkontrollsystem (RDKS)
Ein elektronisches System zur Überwachung des Luftdrucks in den Reifen. Es gibt zwei Arten:

  • Passives System: Erkennt Druckverlust durch unterschiedliche Raddrehzahl und warnt im Fahrzeug. Nach dem Einstellen des Drucks muss es neu angelernt werden.
  • Aktives System: Nutzt direkt in der Felge eingebaute Sensoren und zeigt den jeweiligen Luftdruck für jeden Reifen im Bordmenü an. Dieses System kann nach Räderwechsel eine Kalibrierung erfordern.

Laufrichtung
Viele Reifen haben eine bestimmte Richtung, in der sie optimal rollen. Beim Montieren muss darauf geachtet werden, dass die Laufrichtung korrekt ist, um Fahrverhalten und Verschleiß zu optimieren.

Anzugsmoment
Das Drehmoment, mit dem Radschrauben festgezogen werden müssen. Ein präzises Anzugsmoment verhindert Schäden am Rad oder an der Radaufnahme und sichert einen festen Sitz.

Nachziehen der Radschrauben
Nach dem Wechsel des Rads empfiehlt sich eine Kontrolle und gegebenenfalls Nachjustierung der Radschrauben nach etwa 50 Kilometern Fahrstrecke. So wird sichergestellt, dass sich nichts gelockert hat.

Unwucht
Wenn ein Reifen nicht gleichmäßig verteilt ist oder nach dem Montieren nicht richtig ausgewuchtet wurde, kann er unrund laufen. Das führt zu Vibrationen, spürbar meistens im Lenkrad.

Die Begriffe in diesem Glossar schaffen eine klare Grundlage für den selbständigen Räderwechsel und helfen, typische Stolperfallen zu umgehen. Wer die Technik dahinter kennt, trifft besser vorbereitete Entscheidungen und stärkt die eigene Sicherheit.

Die folgenden Inhalte basieren auf einer Pressemitteilung des ADAC e.V.

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