– ADAC präsentiert auf IAA Mobility breite Mobilitätsangebote von Fahrrad bis E-Sport.
– ADAC fordert Bundesregierung zu zügigem Infrastrukturausbau und stärkerer Elektromobilitätsförderung auf.
– ADAC positioniert sich als neutraler Verbraucherschützer für Sicherheit, Umwelt- und Mobilitätsthemen.
ADAC auf der IAA Mobility 2025: Breites Angebot und klare Forderungen für die Mobilität von morgen
Der ADAC präsentiert sich auf der IAA Mobility 2025 in München mit einem vielfältigen und interaktiven Messestand im Open Space am Königsplatz. Dabei spannt der Club den Bogen vom Fahrrad über die Elektromobilität bis zum e-Sport und zeigt sein umfassendes Engagement für eine bessere und nachhaltige Mobilität. Besucher können sich nicht nur informieren, sondern auch direkt erleben, wie Mobilität heute und künftig gestaltet wird. In der speziellen Kids-Area etwa erwarten die Jüngsten ein Bobbycar-Parcours, während Eltern Beratungen zu Themen wie Verkehrssicherheit und Kindersitzen erhalten.
Für den ADAC ist diese Präsenz mehr als eine reine Ausstellung – sie ist Ausdruck eines Grundsatzes, den Präsident Christian Reinicke prägnant formuliert: „Mobilität ist ein Grundbedürfnis von Menschen, sie macht Begegnung und Erleben möglich, in der Freizeit und im Beruf. Der ADAC setzt sich dafür ein, dass dies auch langfristig so bleibt.“ Mit dem Blick eines Verbraucherschützers bewertet der Club neue Fahrzeugtechnologien, Produkte und Entwicklungen auf ihre Alltagstauglichkeit und unterstützt damit Mitglieder ebenso wie die Öffentlichkeit.
Darüber hinaus betrachtet der ADAC die IAA Mobility als geeigneten Rahmen, um ein deutliches politisches Signal zu senden: „Von der IAA Mobility in München kann und muss auch ein starkes Signal für anstehende politische Entscheidungen ausgehen.“ Dabei fordert Reinicke eine konsequente Umsetzung der angekündigten Maßnahmen, insbesondere bei der Sanierung und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie bei der Förderung der Elektromobilität und alternativer Kraftstoffe. Kritisch bemängelt er unter anderem, dass die bereitgestellten Mittel zur Infrastrukturfinanzierung weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und der Verzicht auf eine Stromsteuersenkung den Ladestrompreis unnötig hoch halte, was den Hochlauf der Elektromobilität ausbremse. Zudem seien für die Kostendispositionen bei Netzentgelten künftig Planungssicherheit und Verlängerungen über 2026 hinaus notwendig. Auch verlangt der ADAC ambitioniertere Vorgaben bei der THG-Quote für erneuerbare Energien im Verkehr, um den Klimaschutz im Mobilitätssektor wirksam voranzutreiben.
Der ADAC macht damit auf der IAA Mobility deutlich, dass Mobilität weit mehr ist als Technik – sie ist ein Bedürfnis, das gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität sichert. Gleichzeitig betont der Club, dass weitere politische Maßnahmen notwendig sind, um diese Mobilität zukunftsfest, sicher und umweltfreundlich zu gestalten. Der Messeauftritt vom 8. bis 14. September 2025 bietet einen umfassenden Blick auf aktuelle Trends, praktische Hilfen und die vielfältigen Lösungsansätze des ADAC – immer mit dem Ziel, die Mobilität für und mit den Menschen zu gestalten.
Mobilität der Zukunft: Gesellschaftlicher Wandel und politische Weichenstellungen
Die Mobilität befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Technologische Innovationen, gesellschaftliche Veränderungen und politische Entscheidungen prägen gemeinsam, wie Menschen sich künftig fortbewegen werden. Die IAA Mobility in München zeigt diesen Strukturwandel eindrücklich, indem sie mit einem breiteren Publikum und einer stärkeren Ausrichtung auf nachhaltige Angebote gesellschaftliche Trends aufgreift. Der ADAC als großer Mobilitätsclub betont, dass Mobilität ein fundamentales Bedürfnis bleibt, das Begegnung, Arbeit und Freizeit miteinander verbindet. Zugleich fordert der ADAC von Politik und Verwaltung klare Signale und konkrete Maßnahmen, um den komplexen Herausforderungen der Verkehrswende gerecht zu werden.
Die Verkehrswende verlangt eine gezielte Sanierung und den Ausbau der Infrastruktur. Viele der geplanten Mittel bleiben bislang hinter den Erwartungen zurück. Besonders im Bereich der Straßen zeigt sich eine große Lücke bei Finanzierung und Umsetzung. Das Ziel ist ein umweltverträglicher, sicherer und für alle Bevölkerungsgruppen zugänglicher Verkehr. Dabei spielen auch Rahmenbedingungen für die Elektromobilität und alternative Kraftstoffe eine zentrale Rolle. Aktuelle Debatten um Klimaschutz, Mobilitätsgerechtigkeit und Infrastrukturinvestitionen drehen sich um diese Fragestellungen.
Wie beeinflussen politische Entscheidungen die Verkehrswende?
Politische Weichenstellungen sind entscheidend für den Erfolg der Mobilitätswende. Ohne klare Investitionen und Förderprogramme drohen Infrastrukturprojekte ins Stocken zu geraten. In München machte ADAC Präsident Christian Reinicke deutlich: „Von der IAA Mobility in München kann und muss auch ein starkes Signal für anstehende politische Entscheidungen ausgehen.“ Er fordert vor allem:
- Erhöhung und gezielte Planung von Infrastrukturmitteln für Straßen und Ladeinfrastruktur
- Verbesserte Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Elektromobilität und unterstützende Anreize für alternative Kraftstoffe
- Planungssicherheit bei der Entlastung von Netzentgelten zur Senkung der Stromkosten über 2026 hinaus
Diese Punkte sind nicht nur technische oder finanzielle Herausforderungen, sondern betreffen unmittelbar die Alltagstauglichkeit neuer Mobilitätsangebote für Verbraucher. Hohe Ladestrompreise etwa bremsen den breiten Umstieg auf Elektromobilität, was der ADAC als Hemmnis für den Wandel benennt.
Welche Rolle spielt Elektromobilität für die Mobilitätswende?
Die Elektromobilität steht im Zentrum der aktuellen Transformation des Verkehrs. Sie gilt als Schlüssel für eine umweltfreundlichere Mobilität, die den CO2-Ausstoß reduziert und die Luftqualität verbessert. Doch der Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab, etwa der flächendeckenden Ladeinfrastruktur, erschwinglicher Energiepreisen und der Integration erneuerbarer Energien.
Der ADAC kritisiert, dass die ausbleibende Stromsteuersenkung den Ladestrompreis hochhalte und so den Hochlauf der Elektromobilität bremsen würde. Zudem brauche es ambitioniertere Vorgaben bei der THG-Quote, die erneuerbare Energien im Verkehr fördern. Elektromobilität alleine genügt jedoch nicht; sie muss begleitet werden von Investitionen in Verkehrsnetze und ergänzenden Angeboten.
Zu den größten Herausforderungen und Chancen der Mobilitätswende zählen:
- Infrastruktur: Ausbau und Sanierung von Straßen sowie Ladeinfrastruktur als Grundvoraussetzung
- Energiekosten: Wettbewerbsfähige Preise für Strom und alternative Kraftstoffe sichern Nutzerakzeptanz
- Technologische Innovationen: Förderung von batterieelektrischen Fahrzeugen ebenso wie alternativen Antrieben
- Gesellschaftliche Teilhabe: Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen gewährleisten, auch in ländlichen und einkommensschwachen Regionen
- Klimaschutz: Verkehrssektor nachhaltig umbauen und Emissionen deutlich verringern
Für Verbraucher entstehen durch die Mobilitätswende vielfältige neue Optionen – von E-Autos über Carsharing bis zu Mobilitätsdiensten, die Stadt und Land besser vernetzen. Der ADAC unterstützt die Nutzer dabei mit Orientierung, technischer Beratung und Angeboten rund um die Verkehrssicherheit. Dabei bleibt der Club ein kritischer Beobachter und Partner für Hersteller sowie Politik, um nachhaltige und praktikable Lösungen voranzubringen.
Die Öffnung der IAA für ein breiteres Publikum spiegelt sich im breiten Angebot des ADAC wider: von sicherheitstechnischen Beratungen über Elektromobilität bis zur Förderung des Fahrradverkehrs und innovativer Mobilitätsformen. Gemeinsam mit der Politik muss nun der Rahmen geschaffen werden, damit die Mobilitätswende gelingt – mit Blick auf Klimaschutz, Infrastruktur und Teilhabe.
Alle Informationen und Zitate zum ADAC-Auftritt auf der IAA Mobility basieren auf einer Pressemitteilung des ADAC e.V.
10 Kommentare
Ich finde die Botschaft des ADAC klar und wichtig . Jeder sollte Zugang zu sicherer Mobilität haben , unabhängig von Einkommen oder Wohnort . Was denkt Ihr über soziale Gerechtigkeit im Verkehrsbereich ?
Das ist ein spannendes Thema , Ansgar ! Ich denke , es braucht innovative Lösungen wie flexible Verkehrskonzepte . Vielleicht könnten solche Ideen auf der IAA Mobility stärker thematisiert werden.
. Ich finde es positiv, dass der ADAC sich so stark für eine nachhaltige Mobilität einsetzt. Aber was denkt ihr über die Preise für Strom und alternative Kraftstoffe? Können wir damit wirklich rechnen?
Die Diskussion um Klimaschutz im Mobilitätssektor ist wichtig! Wie kann ich als Verbraucher dazu beitragen? Gibt es einfache Möglichkeiten für uns alle, umweltfreundlicher unterwegs zu sein?
! Das ist eine sehr gute Frage! Vielleicht könnten wir lokale Carsharing-Angebote mehr nutzen oder öfter das Fahrrad nehmen? Solche kleinen Schritte zählen auch!
Die Forderungen des ADAC nach mehr Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sind absolut gerechtfertigt. Was haltet ihr von den aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung? Glaubt ihr, dass sie ausreichend sind?
Ich bin skeptisch, Magnus. Die bereitgestellten Mittel scheinen oft nicht zu reichen. Wir sollten als Bürger aktiv Druck machen auf unsere Politiker, um sicherzustellen, dass diese Themen nicht ignoriert werden.
Ich stimme dir zu, Magnus! Es wäre interessant zu erfahren, wie andere Länder das Thema Elektromobilität angehen und ob wir da von ihren Erfahrungen lernen können.
Ich finde die Ideen des ADAC zur Förderung der Elektromobilität sehr spannend. Wie können wir sicherstellen, dass die Infrastruktur mit dem schnellen Wachstum der E-Mobilität Schritt hält? Das ist für mich eine zentrale Frage.
Das ist ein guter Punkt, Murat! Es gibt bereits einige Initiativen, aber ich denke, dass mehr Transparenz über die Planung nötig ist. Woher kommen denn die Mittel für den Ausbau der Ladeinfrastruktur?