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ABTTF: Die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien fordert, dass ihre Vereinigungsfreiheit respektiert wird

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ABTTF Präsident: „Beginnend im Jahr 1983 wurden im Rahmen der Verleugnungspolitik unseres Landes gegenüber der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien unsere Vereine mit dem Wort ‚Türkisch‘ in ihren Namen wie die Türkische Union von Xanthi einer nach dem anderen verboten. Wir fordern unser Land auf, seinen Verpflichtungen aus internationalen Verträgen nachzukommen und die EGMR-Urteile in Bezug auf unsere Vereine unverzüglich zu vollstrecken.“

In der griechischen Presse wurde über die Ablehnung des Berufungsantrags der Türkischen Union von Xanthi, des ältesten Vereins der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien, auf Wiederherstellung ihrer offiziellen Förmlichkeit durch den Obersten Gerichtshof (Areios Pagos) unseres Landes Griechenlands trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zugunsten der Union sowie den von der Union organisierte Protestmarsch am 10. Juli 2021 ausführlich berichtet.

Das Nachrichtenportal Inkomotini.news veröffentlichte 12. Juli 2021 die Kommentare des KINAL-Abgeordneten Ilhan Ahmet aus Rodopi zu diesem Thema. Ahmet stellte fest, dass die Rechtsstreitigkeit im Zusammenhang mit den Vereinen der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien seit 1983 vor Gericht anhängig ist, und fügte hinzu, dass es die EGMR-Urteile gibt, die den Antrag auf Wiedereröffnung rechtfertigen, solange sie der öffentlichen Ordnung nicht schaden. Ahmet wies darauf hin, dass die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien in den letzten hundert Jahren in den turbulenten türkisch-griechischen Beziehungen viele Male zum Sündenbock gemacht wurde, und sagte, dass West-Thrakien eher als eine von einer liberalen und humanistischen Demokratie als von Fanatismus und intoleranter Rhetorik geprägte Region bezeichnet werden sollte, die im Hinblick auf die Menschen- und Minderheitenrechte zum Vorbild genommen werden sollte.

„Wie unser Abgeordneter Ilhan Ahmet darauf hinwies, hat die Türkische Union von Xanthi seit ihrer Gründung eine sehr wichtige Rolle für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen in West-Thrakien gespielt. 1983 begannen jedoch die schwierigsten Zeiten für die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien. Im Rahmen der Verleugnungspolitik unseres Landes uns gegenüber wurden unsere Vereine mit dem Wort ‚Türkisch‘ in ihren Namen wie die Türkische Union von Xanthi einer nach dem anderen verboten.

Seitdem betrachtet unser Land uns als Bedrohung und Gefahr. Einige Kreise stellt uns, die an vorderster Front für die Rechte der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien kämpfen, immer wieder als Spione unseres Mutterlandes Türkei dar. Auch die griechischen Abgeordneten aus unserer Region streben nach politischem Profit, indem sie uns als Faschisten verurteilen und uns zu Volksfeinden erklären. Das jüngste Beispiel dafür sind die haltlosen und unbegründeten Anschuldigungen des Abgeordneten Evripidis Stylianidis aus Rodopi gegenüber der ABTTF, die er am Ende letzten Februars erhoben hatte. Die Bemühungen dieser Kreise, die Europäische Union und den Europarat, zu deren Mitgliedern auch unser Land zählt, mit Lügen zu manipulieren, an die nur sie selbst glauben, sind zwecklos, weil die Fakten durch die EGMR-Urteile eindeutig und klar sind.

Wir fordern lediglich, dass unsere Vereinigungsfreiheit respektiert wird, und die EGMR-Urteile in Bezug auf unsere Vereine wie die Turkish Union von Xanthi von unserem Land unverzüglich vollstreckt werden“, sagte Halit Habip Oğlu, Präsident der Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF).

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