Abschied von der deutschen Krebsforschung: Ein Blick hinter die Kulissen

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BioNTechs Entscheidung, seine Krebsforschung nach Großbritannien zu verlegen, hat die Expertenkommission Forschung und Innovation auf die dringende Notwendigkeit aufmerksam gemacht, die Defizite des deutschen Forschungs- und Innovationsstandorts anzugehen. Die finanzielle Förderung ist nicht das Problem, sondern vor allem die defizitäre Digitalisierung sowie schleppende administrative Verfahren in Kombination mit immer kleinteiligeren Regulierungsvorgaben behindern die Gesundheitsforschung in Deutschland. Die Durchführung klinischer Studien ist in Deutschland mit einem deutlich höheren administrativen Aufwand verbunden als in anderen europäischen Ländern, und die für Forschung so wichtige Datenerhebung und -nutzung wird durch komplexe Datenschutzvorgaben ausgebremst. Um regulatorische Rahmenbedingungen zügig und zielgenau anzupassen, empfiehlt die Expertenkommission, Reallabore als Testumfeld für bessere Rahmenbedingungen stärker zu nutzen.

Die geplante nationale Datenstrategie sollte klare und einfache Regelungen schaffen, um eine umfassende und innovationsfreundliche Nutzung von Forschungsdaten zu ermöglichen. Ein harmonisiertes Auslegen der Datenschutzregelungen über alle Bundesländer hinweg wäre dabei besonders wichtig. Der Druck, Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation zu reformieren, steigt kontinuierlich, um ein attraktiver Forschungsstandort zu bleiben. Die Expertenkommission Forschung und Innovation leistet seit 2008 wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt jährlich ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor.

Am Ende der Pressemeldung sind weitere Informationen zum Unternehmen und dem Pressekontakt verfügbar. Die Leser werden direkt angesprochen und der Text ist für eine bessere Lesbarkeit in Absätze und Umbrüche gegliedert.

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Pressemeldung:

Expertenkommission fordert dringende Reformen für den deutschen Forschungs- und Innovationsstandort

Die aktuelle Entscheidung von BioNTech, seine Krebsforschung nach Großbritannien zu verlegen, ist für die Expertenkommission Forschung und Innovation ein Alarmzeichen für die Defizite des deutschen Forschungs- und Innovationsstandorts. Die finanzielle Förderung ist dabei nicht das Problem, sondern vor allem defizitäre Digitalisierung, schleppende administrative Verfahren und kleinteilige Regulierungsvorgaben.

Kein Mangel an medizinischer Infrastruktur und Kompetenzen

Die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation sind in Teilen nicht mehr zeitgemäß und behindern die Gesundheitsforschung in Deutschland. Doch es sind nicht die fehlenden Fördermittel oder die Kompetenzen innerhalb der medizinischen Infrastruktur, die die Forschung in Deutschland bremsen, so die Expertenkommission. Es sind insbesondere die schleppende Digitalisierung und komplizierten Datenschutzvorgaben in Kombination mit den immer kleinteiligeren Regulierungsvorgaben, die zur Verlagerung von Forschungsaktivitäten ins Ausland führen.

Reallabore als Tests für neue Regelungen

Um die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland schnell und präzise anzupassen, empfiehlt die Expertenkommission, Reallabore vermehrt als Testumfeld für die Überprüfung neuer Regelungen auf ihre Innovations- und Inventionstätigkeiten zu verwenden. Bislang wird diese Möglichkeit noch viel zu selten genutzt.

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Datenstrategie mit klaren Regelungen

Die Bundesregierung sollte zudem mit der geplanten nationalen Datenstrategie klare und einfache Regelungen schaffen, um eine umfassende und innovationsfreundliche Nutzung von Forschungsdaten zu ermöglichen. Über alle Bundesländer hinweg sollte eine harmonisierte Auslegung der Datenschutzregelungen erfolgen, um eine Abwanderung von Forschung ins Ausland zu vermeiden.

Reformdruck auf Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation steigt

Der Druck, Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation zu reformieren, steigt kontinuierlich. “Die Ära ständig steigender Budgets für Forschung und Innovation ist angesichts immer neuer Krisen wohl endgültig vorbei”, mahnt die stellvertretende Kommissionsvorsitzende, Prof. Dr. Irene Bertschek vom ZEW in Mannheim. Wenn Deutschland als Standort für zukunftsweisende Schlüsseltechnologien in der ersten Liga spielen möchte, müssen hier schnell und grundlegend Nachbesserungen erfolgen.

Das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation wurde heute an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben.

Pressekontakt:
Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)
Dr. Helge Dauchert
Leiter der Geschäftsstelle
Pariser Platz 6 | 10117 Berlin
T +49 (0) 30 322 982 562
helge.dauchert@e-fi.de

Original-Content von: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, übermittelt durch news aktuell

Quelle: www.presseportal.de


Weitere Informationen über den Verband

– Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Essen.
– Er wurde im Jahr 1920 gegründet und ist damit einer der ältesten und größten Wissenschaftsförderer in Deutschland.
– Der Verband hat rund 3.000 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
– Bekannte Mitglieder sind unter anderem Unternehmen wie BMW, Siemens, BASF und Deutsche Bank sowie Hochschulen und Stiftungen.
– Die Aufgaben des Verbandes sind vielfältig: Er fördert Wissenschaft und Forschung, setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein und unterstützt junge Talente mit Stipendien und anderen Programmen.
– Der Verband setzt sich auch für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik ein und engagiert sich für die Förderung von Innovationen in Unternehmen.
– Der Verband ist in verschiedene Gremien und Ausschüsse unterteilt, die sich mit spezifischen Themenfeldern befassen.
– Der Vorsitzende des Verbandes ist derzeit Andreas Barner, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Boehringer Ingelheim GmbH.
– Der Verband finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und eigene Vermögenserträge.
– Im Jahr 2019 betrug das Gesamtbudget des Verbandes rund 71 Millionen Euro.
– Der Verband hat mehrere Partnerschaften mit anderen Organisationen und Hochschulen geschlossen, darunter die Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Technische Universität Berlin.

21 Antworten

  1. Also ich finde es total übertrieben, dass man jetzt so einen Aufstand um die deutsche Krebsforschung macht. Es gibt doch genug andere wichtige Probleme, oder?

    1. Na klar, es gibt genug andere Probleme. Aber ist die Bekämpfung von Krebs nicht auch wichtig? Es betrifft Millionen Menschen weltweit. Also lass uns nicht herunterspielen, was die deutsche Krebsforschung leistet.

  2. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Krebsforschung wirklich so wichtig ist. Warum nicht mehr in alternative Heilmethoden investieren?

    1. Was ist denn dein Problem? Krebsforscher haben das Recht, ihre Karriereentscheidungen zu treffen, wie es ihnen passt. Wenn du nicht verstehst, warum sie gehen, informiere dich besser, statt unnötig zu urteilen.

  3. Ich denke, die deutsche Krebsforschung sollte sich auf alternative Heilmethoden konzentrieren. #kontroverseMeinung

    1. Das ist eine absolut ignorant und herzlose Aussage. Krebs ist eine der führenden Todesursachen weltweit. Die Forschung ist entscheidend, um Leben zu retten und Leid zu mindern. Informiere dich, bevor du solche unsensible Kommentare abgibst.

  4. Also ich finde, dass die deutsche Krebsforschung eh überbewertet ist. Warum nicht mal was Neues ausprobieren?

    1. Dein Kommentar zeugt von mangelnder Kenntnis und Respekt für die deutsche Krebsforschung. Statt blindlings etwas Neues auszuprobieren, sollten wir auf die Erfolge und Fortschritte der etablierten Forschung bauen. Gib der Wissenschaft eine Chance, bevor du solche Behauptungen aufstellst.

    1. Was für ein Unsinn! Die deutsche Krebsforschung wird nicht aufgegeben, im Gegenteil! Es wird weiterhin hart daran gearbeitet, um Leben zu retten und Heilung zu finden. Informiere dich richtig, bevor du solche Behauptungen aufstellst.

    1. Das ist eine wirklich ignorant und respektlose Aussage. Die deutsche Krebsforschung hat unzählige Leben gerettet und unermüdlich daran gearbeitet, neue Behandlungsmethoden zu finden. Anstatt sie abzuschreiben, sollten wir sie unterstützen und ihnen danken.

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