Osteopathie feiert 150 Jahre weltweit und 30 Jahre Verband der Osteopathen Deutschland: Jubiläum, Berufsgesetz und Zukunft der Osteopathie

Osteopathie hat weltweit ihr 150-jähriges Bestehen und den 30. Geburtstag des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) mit rund 200 Gästen in Wiesbaden gefeiert. Dabei zog der VOD Bilanz über zentrale Meilensteine von der Pionierausbildung bis zur Akademisierung und diskutierte künftige Entwicklungen. Im Fokus steht die Einführung eines eigenständigen Berufsrechts, um die Osteopathie rechtlich zu verankern und den Patienten- sowie Verbraucherschutz zu stärken. Mit über 6.200 Mitgliedern gilt der VOD als führender Berufsverband für Qualität und Forschung in der osteopathischen Medizin.
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– 150 Jahre Osteopathie und 30 Jahre VOD feierte der Verband kürzlich in Wiesbaden.
– Etwa 200 Gäste diskutierten Zukunftswege und Workshops unter dem Motto „Vorwärts zu den Wurzeln“.
– Verband setzt Schwerpunkt auf gesetzliche Berufsanerkennung zur Qualitätssicherung und Patientensicherheit.

VOD feiert Doppeljubiläum: 150 Jahre Osteopathie und 30 Jahre Verband in Deutschland

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) blickte im Rahmen eines Jubiläums auf 150 Jahre Osteopathie weltweit und 30 Jahre Verband zurück. Etwa 200 Gäste kamen in Wiesbaden im Kurhaus Kolonnaden zusammen, um unter dem Motto „Vorwärts zu den Wurzeln“ sowohl die Geschichte als auch die Zukunft der Osteopathie zu beleuchten. Dabei stand die Diskussion über die weitere Entwicklung der Osteopathie im Fokus. Der Verband strebt weiterhin die Schaffung eines Berufsgesetzes an, um die Osteopathie rechtlich zu verankern.

Das Programm umfasste interdisziplinäre Diskurse und Workshops mit nationalen und internationalen Experten. In seiner Videobotschaft würdigte Hessen-Ministerpräsident Boris Rhein die Rolle des Bundeslands: „Hessen nimmt eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Osteopathie in Deutschland ein.“ Auch Landtagspräsidentin Astrid Wallmann lobte den Verband, indem sie betonte: „Wir sind stolz, dass Wiesbaden dieser Verband zuhause ist.“

Ein Rückblick von Ulrike von Tümpling DO und Prof. Marina Fuhrmann DO zeichnete die Geschichte des VOD nach. Gegründet 1994 mit Dozenten unter anderem aus Frankreich und Belgien, entwickelte sich der Verband zu einem international vernetzten Berufsverband. Heute zählt der VOD mit über 6.200 Mitgliedern zu den größten Osteopathie-Verbänden in Deutschland. Meilensteine waren unter anderem nationale Kongresse, die Akademisierung des Berufsbildes sowie die Einführung eines Bachelorprogramms an der Hochschule Idstein.

Prof. Marina Fuhrmann unterstrich die Bedeutung der Gründungsprinzipien von Dr. Andrew Taylor Still und warnte eindringlich vor osteopathischen Anbietern minderer Qualität: „Ein Berufsgesetz ist unerlässlich, um die Patienten- und Verbrauchersicherheit zu gewährleisten.“

Beim abschließenden Galadinner sprach Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel als Botschafterin der Osteopathie über ihre persönlichen Erfahrungen und ihr Engagement für ein Berufsgesetz.

Osteopathie ist eine eigenständige Medizinform, bei der Diagnostik und Behandlung ausschließlich mit den Händen erfolgen. Diese ganzheitliche Methode konzentriert sich auf die Ursachen von Beschwerden und wird von fast 100 gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Der VOD setzt sich als führender Berufsverband für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein, bietet sachliche Aufklärung, fördert Forschung und vermittelt qualifizierte Osteopathen. Jährlich informieren sich über 2,5 Millionen Besucher auf osteopathie.de.

Osteopathie zwischen Tradition und Zukunft: Gesellschaftliche Bedeutung und rechtlicher Status im Wandel

Die Osteopathie hat sich als eigenständige Disziplin im deutschen Gesundheitssystem etabliert, in der traditionelle Grundprinzipien mit modernen wissenschaftlichen Anforderungen verbunden werden. Dennoch existiert bislang keine gesetzliche Regelung, die verbindliche Ausbildungsstandards, klare Berufsprofile und eine umfassende Qualitätssicherung gewährleistet. Vor diesem Hintergrund fordert die Branche ein Berufsgesetz, um Ausbildungs- und Prüfungsanforderungen zu definieren und damit die Patienten- und Verbrauchersicherheit zu stärken.

Die Diskussion um eine rechtliche Verankerung der Osteopathie beruht auf unterschiedlichen Auffassungen zur Abgrenzung von anderen Heilberufen und zur Integration in das regulierte Leistungssystem der Gesundheitsversorgung. Befürworter heben vor allem die präventiven Wirkungen der Osteopathie und den wachsenden Bedarf hervor. Auf der Gegenseite warnen Kritiker vor einer möglichen Verwässerung wissenschaftlicher Standards.

Ein gesetzliches Berufsrecht würde der Osteopathie nicht nur eine verlässliche Position im Leistungskatalog der Krankenkassen sichern, sondern auch ihre Anerkennung in der Gesundheitsvorsorge deutlich erhöhen. Mit einer steigenden Evidenzbasis und attraktiven Studienangeboten an Hochschulen sowie dem Bezug zu den ursprünglichen Lehren von Dr. Andrew Taylor Still kann die Osteopathie einen bedeutenden Beitrag zu einer patientenorientierten Medizin der Zukunft leisten.


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Vorwärts zu den Wurzeln: Erfolgreiches Jubiläumssymposium in Wiesbaden /150 Jahre …

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