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Europäische Bürgerinitiative fordert ein tierversuchsfreies Europa

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1,2 Mio. EU-Bürger fordern: Schluss mit Tierversuchen in Kosmetik – Europaparlament hört Anhörung an

In einer Anhörung im Europaparlament in Brüssel haben die Organisatoren der Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty-Free Cosmetics“ die Forderung nach einem Ende von Tierversuchen erneuert. Die Initiative hat mehr als 1,2 Millionen validierte Unterschriften gesammelt und fordert die Abschaffung von Tierversuchen in der Kosmetikindustrie sowie die Transformation der EU-Chemikalienverordnung und die Modernisierung der Wissenschaft in der EU.

Die Veranstaltung wurde von drei Ausschüssen der Europäischen Kommission ausgerichtet und die Vertreter der EBI-Organisatoren brachten die Hauptziele der Initiative vor. Wissenschaftler wie Prof. Merel Ritskes-Hoitinga von der Universität Utrecht unterstützten die Forderungen.

„Über 10 Millionen Tiere, darunter Katzen, Hunde und Nagetiere, sterben jedes Jahr in europäischen Laboratorien in Tierversuchen“, sagt Dr. Tamara Zietek, Wissenschaftskoordinatorin von Ärzte gegen Tierversuche. „Es braucht einen konkreten Ausstiegsplan auf EU-Ebene, um eine Abschaffung der Tierversuche zu erreichen. Deutschland als starker Mitgliedstaat der EU muss sich hier unterstützend einbringen und eine Vorbildfunktion einnehmen.“

Die Forderung von 1,2 Millionen EU-Bürgern, Tierversuche zu beenden, geht Hand-in-Hand mit einer fast einstimmig vom Europaparlament beschlossenen Resolution aus dem Jahr 2021. Hierbei fordert das Parlament die Europäische Kommission auf, den Ausstieg aus den Tierversuchen durch einen konkreten Plan zu beschleunigen.

„Die Bürger fordern die Kommission auf, umzudenken und eine Führungsrolle bei dem Übergang zu einer tierversuchsfreien Wissenschaft einzunehmen“, sagt Sabrina Engel, Vorsitzende des EBI-Organisationskomitees. „Wir sind zuversichtlich, dass sich das Europäische Parlament für eine Abschaffung der Tierversuche einsetzen wird.“

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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